Kompost ist das Gold des Gärtners – eine kostenlose, natürliche Quelle für Nährstoffe, die den Boden verbessert und Pflanzen mit allem versorgt, was sie brauchen. Doch nicht jeder Kompost ist gleich! Viele Gärtner begehen Fehler beim Anlegen oder Pflegen ihres Komposthaufens, wodurch er schlecht verrottet, unangenehm riecht oder gar unbrauchbar wird.
Inhaltsverzeichnis
1. Warum Kompost für deinen Garten unverzichtbar ist
Kompost sorgt für gesunde Erde und kräftige Pflanzen, indem er den Boden mit organischem Material, Mikroorganismen und Nährstoffen anreichert. Doch seine Vorteile gehen weit über das bloße Düngen hinaus.
Vorteile von Kompost im Garten
Nährstoffversorgung: Liefert Stickstoff, Phosphor und Kalium – natürliche Pflanzennahrung
Bodenverbesserung: Macht schwere Böden lockerer und verbessert die Wasserspeicherung
Fördert das Bodenleben: Regenwürmer und Mikroorganismen sorgen für eine gesunde Erde
Reduziert Abfälle: Küchen- und Gartenabfälle werden sinnvoll verwertet
Schont die Umwelt: Weniger Kunstdünger und weniger Müll

💡 Tipp: Komposterde ist nicht nur ein Dünger, sondern auch ein Bodenverbesserer. Er macht die Erde fruchtbarer und sorgt für ein stabiles Ökosystem im Boden. |
2. Den perfekten Standort für den Kompost wählen
Der richtige Standort ist entscheidend für eine schnelle und effektive Verrottung der Abfälle.
Worauf du achten solltest:
✔ Halbschattiger Platz – zu viel Sonne trocknet den Kompost aus, zu viel Schatten verlangsamt die Verrottung.
✔ Gute Belüftung – der Komposthaufen sollte nicht von Mauern oder Hecken
eingeschlossen sein.
✔ Direkter Bodenkontakt – damit Mikroorganismen und Regenwürmer einwandern können.
✔ Wasserdurchlässiger Untergrund – Staunässe vermeiden, da sie Fäulnis verursacht.

💡 Tipp: Ein Kompostplatz in der Nähe des Gartens oder der Küche spart Zeit und erleichtert das regelmäßige Befüllen. |
3. Die richtige Mischung: Was darf auf den Kompost?
Ein erfolgreicher Komposthaufen braucht das richtige Verhältnis von Grünmaterial (stickstoffreich) und Braunmaterial (kohlenstoffreich).
Geeignete Materialien für den Kompost
Stickstoffreich (Grünmaterial – feuchte, weiche Bestandteile):
Gemüse- und Obstschalen
Kaffeesatz und Teebeutel
Frischer Rasenschnitt
Pflanzenreste und verblühte Blumen
Unkraut (ohne Samen)
Kohlenstoffreich (Braunmaterial – trockene, feste Bestandteile):
Holzhäcksel, kleine Äste und Zweige
Laub (nur in Maßen, da es schlecht verrottet)
Stroh oder Heu
Eierschalen
Karton und Papierschnipsel (ungebleicht)
💡 Tipp: Ein gutes Verhältnis von Grün- zu Braunmaterial liegt bei etwa 2:1 – also doppelt so viel feuchtes wie trockenes Material. |
4. Was gehört nicht in den Kompost?
Nicht alles, was organisch ist, eignet sich für den Komposthaufen.
Diese Dinge sollten NICHT in den Kompost:
❌ Gekochte Speisereste (locken Ratten an)
❌ Fleisch, Fisch oder Milchprodukte (verrotten schlecht und riechen unangenehm)
❌ Zitrusfrüchte in großen Mengen (zu sauer für Mikroorganismen)
❌ Chemisch behandelte Pflanzen oder Gras mit Pestiziden
❌ Katzenstreu oder Hundekot (enthält Krankheitserreger)
❌ Große Mengen Walnuss- oder Eichenlaub (enthalten Gerbsäuren, die den Verrottungsprozess verlangsamen)

💡 Tipp: Schimmel ist auf dem Kompost normal, aber wenn er faulig riecht oder schwarz ist, ist das ein Zeichen für zu viel Feuchtigkeit oder schlechte Belüftung. |
5. Die richtige Schichtung für schnellen Kompost
Damit der Kompost optimal arbeitet, sollte er in Schichten aufgebaut werden.
So schichtest du den Kompost richtig:
Erste Schicht (Drainage): Äste, Zweige oder Holzhäcksel für gute Belüftung.
Zweite Schicht (Grünmaterial): Rasenschnitt, Küchenabfälle, Pflanzenteile.
Dritte Schicht (Braunmaterial): Laub, Stroh, Pappe oder Sägespäne.
Wiederholen: Die Schichtung regelmäßig wiederholen, bis der Komposthaufen hoch genug ist.
💡 Tipp: Falls der Kompost zu feucht wird, mehr Braunmaterial hinzufügen. Ist er zu trocken, hilft Wasser oder mehr Grünmaterial. |
6. Wie lange dauert die Kompostierung?
Je nach Zusammensetzung, Temperatur und Feuchtigkeit dauert die Kompostierung zwischen 6 und 12 Monaten.
Wie erkennt man fertigen Kompost?
✔ Er riecht nach Waldboden, nicht nach Fäulnis.
✔ Die Struktur ist krümelig und dunkel.
✔ Einzelne Materialien sind nicht mehr erkennbar.

💡 Tipp: Wer den Prozess beschleunigen will, kann den Komposthaufen alle paar Wochen umsetzen – das bringt Sauerstoff ins Material. |
7. Häufige Probleme beim Kompostieren – und ihre Lösungen
❌ Der Kompost riecht faulig oder stinkt?➡ Zu viel Grünmaterial oder Staunässe. Lösung: Mehr Braunmaterial zugeben und den Haufen durchmischen.
❌ Der Kompost bleibt trocken und verrottet nicht?➡ Zu wenig Feuchtigkeit. Lösung: Mit Wasser oder frischem Grünmaterial durchfeuchten.
❌ Schädlinge (Ratten, Mäuse) im Kompost?➡ Wahrscheinlich wurden Speisereste oder Fleisch entsorgt. Lösung: Keine tierischen Produkte auf den Kompost werfen.
💡 Tipp: Ein gut belüfteter und ausgeglichener Kompost riecht nicht unangenehm und zieht keine Schädlinge an. |
Fazit: Mit Kompost zu fruchtbarer Erde und gesunden Pflanzen
Ein richtig angelegter Komposthaufen ist ein natürlicher Dünger, der den Boden verbessert und Pflanzen optimal versorgt. Durch die richtige Schichtung, das passende Mischverhältnis und eine gute Pflege kannst du hochwertigen Humus erhalten – ganz ohne Chemie!
💡 Tipp: Wer regelmäßig Kompost verwendet, muss kaum noch künstlichen Dünger einsetzen und spart sich teure Blumenerde. |
Zusammenfassung der wichtigsten Punkte:
✔ Wähle einen halbschattigen Standort mit gutem Wasserabfluss
✔ Nutze das richtige Verhältnis von Grün- und Braunmaterial
✔ Schichte den Kompost in Lagen für bessere Belüftung
✔ Vermeide Speisereste, Fleisch und chemisch behandelte Pflanzen✔ Halte den Kompost feucht, aber nicht nass
✔ Setze den Kompost regelmäßig um, um den Prozess zu beschleunigen
Ein gut gepflegter Komposthaufen macht sich in üppigem Wachstum, kräftigen Pflanzen und einer reichen Ernte bemerkbar. Wer seinen Kompost richtig anlegt, hat den besten natürlichen Dünger direkt im eigenen Garten!
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