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Lakritzpflanze (Süßholz) anbauen: So ziehst du deine eigene Süßholzwurzel

Lakritz, auch bekannt als Süßholz (Glycyrrhiza glabra), ist eine faszinierende Pflanze, die seit Jahrhunderten in der Naturheilkunde und für kulinarische Zwecke verwendet wird. In diesem Blogbeitrag erfährst du alles über die Lakritzpflanze: wie man sie richtig pflegt, welche Verwendungsmöglichkeiten es gibt, ob sie winterhart ist und wie du die Lakritzpflanze überwintern kannst. Außerdem klären wir wichtige Fragen rund um die essbaren Teile und die Wirkung der Pflanze.


Inhaltsverzeichnis


Lakritzpflanze (Süßholz): Eine ausführliche Einführung 🌱


Die Lakritzpflanze, auch als Glycyrrhiza glabra oder Süßholz bekannt, ist eine mehrjährige Pflanze, die aus dem Mittelmeerraum stammt und zur Familie der Hülsenfrüchtler gehört. Die Pflanze wird bis zu 1,5 Meter hoch und entwickelt attraktive lila- bis bläuliche Blüten. Ihre Wurzeln sind berühmt dafür, dass sie den Hauptbestandteil für die Herstellung von Lakritz liefern.


Doch die Lakritzpflanze ist mehr als nur eine Süßigkeit. Die Wurzeln enthalten wertvolle Glykoside, die eine entzündungshemmende, antivirale und antioxidative Wirkung haben. Diese Eigenschaften machen Lakritz zu einem wertvollen Heilmittel bei Atemwegsbeschwerden, Verdauungsproblemen und zur Stärkung des Immunsystems. Lakritzwurzeln werden in der Naturheilkunde häufig verwendet, um Erkältungen zu lindern, das Immunsystem zu stärken und Entzündungen zu reduzieren.


Lakritzpflanze Pflege – So wächst und gedeiht sie optimal 🪴


Die Pflege der Lakritzpflanze ist entscheidend für eine gesunde Entwicklung und eine reiche Ernte der begehrten Wurzeln. Hier sind die wichtigsten Pflegetipps im Detail:


1. Standortwahl – Der richtige Platz für deine Lakritzpflanze


Die Lakritzpflanze bevorzugt einen sonnigen bis halbschattigen Standort mit warmen Temperaturen. Sie braucht mindestens 6 Stunden direktes Sonnenlicht pro Tag, um kräftig zu wachsen und gesund zu bleiben. Ein geschützter Platz im Garten oder auf dem Balkon, der sie vor starkem Wind schützt, ist ideal, da starke Böen die zarten Blätter und Blüten beschädigen könnten.

Tipp: Wenn du die Lakritzpflanze im Topf kultivierst, stelle sicher, dass du sie bei Bedarf an einen geeigneten Platz umstellen kannst, um sie vor extremer Sonne oder Wind zu schützen.

2. Bodenanforderungen – Das richtige Substrat für gesundes Wachstum


Süßholz gedeiht am besten in gut durchlässigen, nährstoffreichen Böden. Ein sandig-lehmiger Boden, der mit Kompost angereichert wurde, ist optimal. Dieser Bodentyp sorgt dafür, dass die Wurzeln gut belüftet sind und Staunässe vermieden wird, was entscheidend ist, um Wurzelfäule zu verhindern. Wenn du die Pflanze in Töpfen anbaust, verwende eine hochwertige, gut durchlässige Pflanzenerde und füge eine Drainageschicht aus Kies oder Blähton hinzu.

Tipp: Mische dem Boden eine Handvoll Kompost oder gut verrotteten Mist bei, um die Nährstoffversorgung von Anfang an zu optimieren und die Bodenstruktur zu verbessern.

3. Bewässerung – Die richtige Menge und Häufigkeit


Die Lakritzpflanze bevorzugt einen leicht feuchten Boden, mag aber keine Staunässe. Im Sommer sollte sie regelmäßig gegossen werden, wobei der Boden zwischen den Gießvorgängen leicht antrocknen darf. Die beste Zeit zum Gießen ist früh morgens oder am Abend, um die Verdunstung zu minimieren und sicherzustellen, dass die Wurzeln ausreichend Feuchtigkeit aufnehmen können.

Tipp: Verwende am besten Regenwasser oder abgestandenes Leitungswasser, da kalkhaltiges Wasser auf Dauer den Boden und die Pflanze beeinträchtigen kann.

4. Düngung – Stärkung für ein gesundes Wachstum


In der Wachstumsphase, also von Frühling bis Herbst, profitiert die Lakritzpflanze von einer regelmäßigen Düngung alle 4-6 Wochen. Ein organischer Dünger, wie z.B. Kompost oder ein flüssiger Pflanzendünger, versorgt die Pflanze mit wichtigen Nährstoffen und fördert die Entwicklung kräftiger Wurzeln, die später geerntet werden können.

Tipp: Achte darauf, einen stickstoffreichen Dünger zu verwenden, da dieser das Wachstum der Pflanze fördert und die Wurzeln kräftiger werden lässt.

Zusätzliche Pflegetipps für die Lakritzpflanze


  • Mulchen: Decke den Boden um die Pflanze herum mit einer Mulchschicht aus Rindenmulch oder Stroh ab. Das hilft, die Feuchtigkeit im Boden zu halten und Unkraut zu unterdrücken.

  • Überwinterung: Die Lakritzpflanze ist zwar winterhart, profitiert aber im Winter von einer schützenden Mulchschicht. In Regionen mit sehr kalten Wintern empfiehlt es sich, die Pflanze zusätzlich mit Gartenvlies zu schützen.

  • Topfhaltung: Wenn du die Lakritzpflanze im Topf kultivierst, ist es wichtig, sie an frostfreien, hellen Orten zu überwintern, um Frostschäden zu vermeiden.


Lakritzpflanze im Topf anbauen – So gelingt es perfekt 🪴


Der Anbau der Lakritzpflanze im Topf ist eine ausgezeichnete Option, besonders wenn du wenig Gartenfläche hast oder die Pflanze flexibel umstellen möchtest. Der Topfanbau ermöglicht es dir, die Pflanze optimal zu pflegen und bei Bedarf leicht vor ungünstigen Witterungsbedingungen zu schützen. Hier sind alle wichtigen Informationen, die du für den erfolgreichen Anbau im Topf benötigst:


1. Die richtige Topfgröße wählen


Damit die Lakritzpflanze ausreichend Platz für ihre Wurzeln hat, solltest du einen Topf wählen, der mindestens 30-40 cm tief ist. Die Pflanze bildet lange Wurzeln aus, und ein tiefer Topf fördert das gesunde Wachstum der Wurzel.

Tipp: Verwende am besten einen Tontopf oder einen atmungsaktiven Pflanzkübel, da diese für eine gute Belüftung der Wurzeln sorgen.

2. Das richtige Substrat – Durchlässig und nährstoffreich


Für die Lakritzpflanze im Topf eignet sich ein nährstoffreiches und durchlässiges Substrat, um Staunässe zu vermeiden. Eine Mischung aus hochwertiger Blumenerde, Sand und etwas Kompost sorgt für die optimalen Bedingungen. Die Zugabe von Sand verbessert die Drainage, was gerade im Topf wichtig ist, da sich Wasser hier schneller stauen kann.

Tipp: Lege am Boden des Topfes eine Drainageschicht aus Kies oder Blähton an. Das sorgt dafür, dass überschüssiges Wasser gut abfließen kann und die Wurzeln nicht faulen.

3. Standort und Pflege


Auch im Topf benötigt die Lakritzpflanze einen sonnigen bis halbschattigen Standort. Ein Platz auf dem Balkon oder der Terrasse, der mindestens 6 Stunden Sonnenlicht am Tag erhält, ist ideal. Bei sehr heißen Temperaturen im Sommer kannst du den Topf in den Halbschatten stellen, um die Pflanze vor direkter Mittagssonne zu schützen.


Pflege-Tipps:


  • Gießen: Halte die Erde gleichmäßig feucht, aber vermeide Staunässe. Gieße, sobald die oberste Erdschicht leicht angetrocknet ist.

  • Düngen: Verwende in der Wachstumsphase (Frühjahr bis Herbst) alle 4-6 Wochen einen organischen Flüssigdünger, um die Pflanze optimal mit Nährstoffen zu versorgen.


4. Überwinterung im Topf


Wenn die Temperaturen sinken, solltest du die Lakritzpflanze im Topf vor Frost schützen. Die Pflanze ist zwar winterhart, jedoch ist sie im Topf empfindlicher gegenüber Kälte, da die Wurzeln weniger isoliert sind.


Überwinterungs-Tipps:


  • Stelle den Topf in einen geschützten, frostfreien Bereich, wie z.B. ein unbeheiztes Gewächshaus, einen Wintergarten oder in die Wohnung.

  • Alternativ kannst du den Topf dick mit Jute oder Vlies umwickeln und ihn auf eine isolierende Unterlage stellen, um die Wurzeln zusätzlich zu schützen.


5. Umtopfen – Wann und wie?


Alle 2-3 Jahre solltest du die Lakritzpflanze in einen größeren Topf umpflanzen, da sie stark wurzelt. Beim Umtopfen entfernst du vorsichtig alte Erde und vertrocknete Wurzelteile. Setze die Pflanze anschließend in frische, nährstoffreiche Erde und gieße sie gut an.

Tipp: Achte darauf, die Pflanze erst im Frühjahr umzutopfen, wenn die Wachstumsphase beginnt. Das minimiert den Stress für die Pflanze und unterstützt die Entwicklung neuer Wurzeln.

Lakritzpflanze im Topf – Flexibel und pflegeleicht 🌱


Der Topfanbau der Lakritzpflanze bietet viele Vorteile: Du kannst die Pflanze flexibel bewegen, vor Frost schützen und sie optimal an die Lichtverhältnisse anpassen. Mit der richtigen Pflege, dem passenden Standort und der Wahl eines geeigneten Substrats wird dir der Anbau der Lakritzpflanze im Topf sicher gelingen. So kannst du deine eigene Süßholzwurzel kultivieren und die vielseitigen Vorteile der Lakritzpflanze direkt zu Hause genießen!


Verwendungsmöglichkeiten der Lakritzpflanze: So profitierst du optimal 🍬


Die Lakritzpflanze (Glycyrrhiza glabra), auch bekannt als Süßholz, bietet eine Vielzahl an Verwendungsmöglichkeiten, vor allem durch ihre aromatischen Wurzeln. Diese enthalten die aktiven Inhaltsstoffe, die den typischen Lakritzgeschmack ausmachen und für ihre gesundheitsfördernden Eigenschaften geschätzt werden. Hier sind die besten Verwendungsmöglichkeiten:


1. Kulinarische Nutzung: Mehr als nur Süßigkeiten


Die Wurzeln der Lakritzpflanze werden seit Jahrhunderten zur Aromatisierung verschiedenster Gerichte und Getränke verwendet:


  • Frisch oder getrocknet: Nach der Ernte können die Wurzeln frisch genutzt oder getrocknet und zu Pulver verarbeitet werden. Dieses Pulver eignet sich ideal für die Zubereitung von Lakritztee, zur Herstellung von Sirup oder als Zutat in Backwaren und Desserts.

  • Desserts und Gebäck: Die Süßholzwurzel verleiht Kuchen, Keksen oder Cremes einen einzigartigen Geschmack und harmoniert hervorragend mit Gewürzen wie Zimt und Anis.

  • Getränke und Liköre: Lakritz wird oft in Spirituosen und Kräuterlikören verwendet. Auch selbstgemachte Limonaden oder Eistees profitieren vom süßen, leicht würzigen Aroma der Pflanze.


Lakritzpflanze (Süßholz)

2. Medizinische Anwendungen: Natürliches Heilmittel


Die medizinischen Einsatzmöglichkeiten der Lakritzpflanze sind vielfältig:


  • Entzündungshemmend: Die Glykoside in der Wurzel wirken entzündungshemmend und werden traditionell bei Atemwegserkrankungen eingesetzt, um Husten und Schleim zu lindern.

  • Verdauungsfördernd: Lakritz hat eine beruhigende Wirkung auf den Magen und hilft bei Verdauungsproblemen wie Sodbrennen oder Völlegefühl.

  • Immunsystemstärkend: Durch die antioxidative Wirkung kann Lakritz die Abwehrkräfte des Körpers unterstützen. Als Tee oder in Kapseln eingenommen, bietet es eine natürliche Alternative zur Stärkung des Immunsystems.

Tipp: Achte bei der Einnahme auf die Dosierung, da eine übermäßige Menge an Lakritz zu Nebenwirkungen wie Bluthochdruck führen kann.

Ist die Lakritzpflanze winterhart? So schützt du sie im Winter ❄️


Die Lakritzpflanze ist grundsätzlich winterhart und kann in Deutschland Temperaturen von bis zu -20 °C überstehen. Allerdings benötigt sie einen guten Winterschutz, um ihre Wurzeln vor Frost zu bewahren und gesund durch den Winter zu kommen.


Winterpflege-Tipps für die Lakritzpflanze


  1. Mulchen: Decke die Pflanze im Herbst mit einer dicken Schicht Mulch, Laub oder Stroh ab. Diese isolierende Schicht schützt die Wurzeln vor Kälte und hilft, die Feuchtigkeit im Boden zu halten.

  2. Schutz vor starkem Frost: In besonders kalten Wintern empfiehlt es sich, die Pflanze zusätzlich mit einem Gartenvlies oder einer Plane abzudecken, um sie vor extremer Kälte zu schützen.

  3. Topfpflanzen überwintert: Wenn die Lakritzpflanze in einem Topf kultiviert wird, solltest du sie bei starkem Frost an einen geschützten Ort, beispielsweise in einen Wintergarten oder Keller, bringen. So wird vermieden, dass die Wurzeln bei Temperaturen unter -20 °C Schaden nehmen.

Tipp: Kontrolliere während des Winters regelmäßig die Feuchtigkeit im Boden und gieße bei Bedarf leicht, um Austrocknung zu verhindern.

Häufig gestellte Fragen zur Lakritzpflanze (Süßholz) (FAQ) ❓


Kann man Süßholzblätter essen?


Nein, die Blätter der echten Lakritzpflanze (Glycyrrhiza glabra), auch Süßholz genannt, sind nicht zum Verzehr geeignet. Anders als die Blätter der Lakritz-Tagetes, die einen lakritzähnlichen Geschmack haben, werden bei der Süßholzpflanze nur die Wurzeln verwendet, um den typischen Lakritzgeschmack zu gewinnen und die heilenden Eigenschaften zu nutzen.


Ist die Lakritzpflanze winterhart?


Ja, die Lakritzpflanze (Glycyrrhiza glabra) ist grundsätzlich winterhart und kann Temperaturen bis zu -20 °C überstehen. In sehr kalten Regionen empfiehlt es sich jedoch, die Pflanze mit einer dicken Mulchschicht oder einem Schutzvlies zu bedecken, um die Wurzeln vor Frostschäden zu bewahren und das Überleben der Pflanze zu sichern.


Welche Pflanze liefert Lakritz?


Die echte Lakritzpflanze ist Glycyrrhiza glabra, auch als Süßholz bekannt. Diese mehrjährige Pflanze stammt aus dem Mittelmeerraum und hat Wurzeln, die als Grundlage für die Herstellung von Lakritz verwendet werden. Die Wurzeln haben einen intensiv süßen Geschmack und sind seit Jahrhunderten für ihre heilenden Eigenschaften bekannt.


Welche Pflanze hat einen lakritzähnlichen Geschmack?


Neben der Lakritzpflanze (Glycyrrhiza glabra) gibt es auch andere Pflanzen wie Anis-Ysop, Lakritz-Tagetes und Estragon, deren Blätter einen lakritzähnlichen Geschmack aufweisen. Diese Kräuter sind vielseitig einsetzbar und können frisch oder getrocknet zur Verfeinerung von Tees, Salaten und Süßspeisen verwendet werden.


Wann sollte man Süßholz nicht essen?


Personen mit Bluthochdruck, Herzproblemen oder einer Neigung zu Wassereinlagerungen sollten den Konsum von Süßholz in Maßen halten, da es den Blutdruck erhöhen und zu Herzrhythmusstörungen führen kann. Auch Schwangere sollten vorsichtig sein, da hohe Mengen an Glycyrrhizin – dem Wirkstoff in Süßholzwurzel – die Schwangerschaft negativ beeinflussen können. Konsultiere bei gesundheitlichen Bedenken immer einen Arzt, bevor du größere Mengen zu dir nimmst.


Fazit: Die Lakritzpflanze im eigenen Garten 🌿


Die Lakritzpflanze (Glycyrrhiza glabra) ist eine wertvolle Bereicherung für jeden Garten. Mit der richtigen Pflege und Geduld kannst du deine eigene Süßholzwurzel kultivieren und von ihren kulinarischen und gesundheitlichen Vorteilen profitieren. Ob als Basis für Tee, zur Herstellung von Lakritz oder als Heilmittel – die Möglichkeiten sind vielfältig und lohnenswert.


Wenn du auch den aromatischen Geschmack der Lakritz-Tagetes liebst, kannst du beide Pflanzen in deinem Garten kombinieren und ihre vielseitigen Anwendungen entdecken. Mit den richtigen Tipps zur Überwinterung und Pflege kannst du sicherstellen, dass sowohl die Lakritzpflanze als auch die Lakritz-Tagetes erfolgreich wachsen und jedes Jahr eine reichhaltige Ernte bringen. Probiere es selbst aus und genieße die traditionelle Süße und den Geschmack von Lakritz – direkt aus deinem eigenen Garten!

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